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„Steirer“ Diermair gewinnt kuriosen Finaltag in Lienz Veröffentlicht am: 22.02.2013   Autor: von Alfred Eichhorn

Österreichische Gesamtsiege in der eigenen Openszene häufen sich. Eine solche erfreuliche Zuwendung genoss auch das international angesehene 17. Open in Lienz am wunderschönen Schauplatz mit der RGO-Arena. Der für den Gesamtsieg mitfavorisierte Frauntaler IM Andreas Diermair hatte im 159-köpfigen Feld nach acht Spieltagen die Nase vorne.

Freilich auf eine Art die der österreichische „C-Kaderspieler“ nicht auf seiner Rechnung haben konnte: Kampflos in der neunten Runde! Denn sein zugewiesener Finalgegner mit dem aktuellen Wolfsberg-Champion GM Zoran Jovanovic verpasste die 15-minütige Toleranzzeit zur eigenen Partieaufnahme. Selbiger Fauxpas ereilte auch den serbischen Leader GM Nikola Sedlak, dem praktisch vorm möglichen Gesamtsieg bloß noch „GM Buhmann“ im Wege stand. Ohne dieses Kräftemessen ging’s für ihn auf Rang drei zurück.

Am wenigsten Schaden nahm GM Dusan Popovic (CRO), der vorher schon vom steirischen FM Gert Schnider „bravourös“ und doch so simple bezwungen wurde. Dieses GM-Trio musste vom internationalen steirischen Schiedsrichter Manfred Mussnig daraufhin zähneknirschend (überliefert) „genullt“ werden. 

Danach war allerdings der Weg frei für einen österreichischen Triumph auf allen Linien. Selbst Rang zwei mit der deutschen Startnummer eins GM Rainer Buhmann hat mittlerweile einen nationalen Beigeschmack. „Marathonman“ Buhmann hat eigenen Aussagen nach in Graz mittlerweile eine Wohnung. Und zwei weitere Spieler der „Kernölfraktion“ mit FM Schnider und ÖM Christopher Schwarhofer konnten damit die starken Ränge vier und fünf – nicht unverdient – in Beschlag nehmen. Drei Österreicher innerhalb der Top Fünf, wann bitte hat’s das zuletzt bei einem starken internationalen Turnier schon gegeben. Na ja: Steirer eben!! 

„Auch diese 17.Auflage mit ihrem nicht programmierten Ende war dennoch ein schöner Erfolg mit Teilnehmern aus 20 Nationen für den Veranstalterverein SK Volksbank Lienz. Zudem präsentierte sich die Stadt Lienz einmal mehr als perfekter Gastgeber für die heimische und internationale Schachszene“, meinte Georg Weiler, der Obmann vom Veranstalterverein SK Volksbank Lienz. Und: „Unser großes Osttiroler Nachwuchstalent Robert Rieger hat sich beachtlich mit Endrang elf geschlagen. Ein kleines, aber feines Jubiläum feierte obendrein „Routinier“ Franz Vergeiner mit seiner bereits 15. Teilnahme. 

Wie schon erörtert erreichte Robert Rieger als regionales Aushängeschild sein vorerst bestes Resultat mit Stelle elf. Und verpasste damit die Top 10 haarscharf. Zudem werkte der 17-Jährige zumeist an den Spitzentischen. Sein Jugendpedant war Lisa Hapala auf Stelle 21 als beste Amazone im bunten Feld. Die Niederösterreicherin findet sich außerdem in der Warteschleife zum nationalen Damenkader. Für Furiore sorgte der 10-jährige Ravan Aliyev (AZE), auch WM-Teilnehmer, auf Platz neun.

Eine sehenswerte Leistung produzierte auch Manuel Unterreiner mit seinem starken 13. Rang. Unmittelbar davor platzierte sich Daniel Hartl, dem ein Top-10-Rang nach seinem Verlust gegen „Ravan“ nur knapp entglitt. Ein absolutes Highlight für die Schachgemeinde außerhalb war freilich die Internetübertragung auf 36 Brettern und das attraktive Rahmenprogramm in und um Lienz bot allen Erholung pur. Sodass sich sogar einige von den Teilnehmern bereits jetzt für das Jahr 2015 für das 18. Open in Lienz angemeldet haben, erwähnt Weiler ferner. Wie üblich sind die Ergebnisse auf „Chess-Results“ und der Homepage von Lienz zu sehen. 

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