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Neue Bundesliga-Saison – alte Favoriten Veröffentlicht am: 06.12.2013   Autor: von Alfred Eichhorn

Beim Dominator der letzten Saisonen und tirolerischem Titelverteidiger Jenbach fällt heute der 1. Bundesliga-Startschuss in die neue Saison. Aus Kärntner Sicht gibt’s gleich zum Auftakt das spannende Derby von Aufsteiger Wolfsberg mit Feffernitz.

Der Spielsechser von Schachklub Sparkasse Jenbach mit seinem ukrainischen Einserspieler GM Andrei Volokitin, aktuell Weltnummer 68, ist wohl wieder der große Gejagte. Die vier 2600er-Kaderkaliber und den aktuellen deutschen Meister GM Klaus Bischoff muss man einfach einmal mehr ganz oben auf der Rechnung haben.

Herausforderer Nummer eins ist Schachclub MPÖ Maria Saal mit seinem Superduo GM Markus Ragger, der zum ersten Mal seit gefühlten drei Jahren als 112. aus der aktiven aktuellen FIDE-Top-100-Rangliste gepurzelt ist, und Ungarns neuem Senkrechtstarter GM Richard Rapport. Rapport ist 1996er-Jahrgang und zählt zweifelsfrei zu Ungarns größtem Nachwuchstalent des letzten Jahrzehnts.

Zudem hat Maria Saal mit Porki Predojevic (BIH) einen dritten 2600er-Akteur im Gepäck. Und keineswegs außen vor geht GM Rainer Buhmann, der wohl alles dran setzen muss, um mit guten Leistungen seine Rückkehr ins deutsche Nationalteam zu schaffen. Beste Voraussetzungen also um vielleicht den Titel nach Kärnten zu lotsen. Ob das die „Brieftasche“ von  Obmann Herbert Halvax freilich hergibt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aufschluss wohin die Reise gehen soll gibt heute bereits der Auftakt-Kracher von ASVÖ Wulkaprodersdorf mit Maria Saal. 

Klassenerhalt ist das Ziel 

Egal, für die drei übrigen Kader von Aufsteiger SV Wolfsberg, SV Raika Rapid Feffernitz und SV ASVÖ St. Veit/Glan kann die Devise nur Vollgas heißen, um das Saisonziel mit dem Klassenerhalt zu schaffen. Feffernitz’ Joker ist GM Luka Lenic, der derzeit als 100. der Weltrangliste firmiert. St. Veit’s Pluspunkte rund um ihren ungarischen Einser GM Peter Prohaska sind der zurückgekehrte österreichische Nationaltrainer GM Zoltan Ribli (UNG) und die kroatische Dauerkonstante GM Davor Rogic und sein Landsmann & Saison-Gipfelstürmer GM Davorin Kuljasevic.

Schwer einzuschätzen ist der Aufsteiger aus dem Lavantal mit seinem praktisch unveränderten BL-Mitte-Kader sowie dem kroatischen Ex-Europameister GM Zdenko Kozul & GM Hrvoje Stevic auf Brett eins und zwei als Um- und Auf. Zum i-Tüpfelchen müssen freilich WGM Eva Moser, IM Vladimir Hresc und das FM-Duo Egon Reichmann & Erich Steflitsch mutieren, damit Präsident Harald Pressls-Kader mit einem weiteren Saisonticket liebäugeln darf. 

Zwei Kärntner Derbys zum Auftakt

Schon heute werden die Weichen gestellt für einen guten Start im ersten Saisonderby von Wolfsberg mit Feffernitz. Obmann Helmut Löscher wird wohl alles dran setzen, um dieses Derby an sich und nach Feffernitz zu reißen. Im besonderen Fokus dabei wird wohl das packende Einserduell von Lenic versus Kozul, aber auch die weitere GM-Normenjagd von Staatsmeister IM Peter Schreiner sein. Der Steirer hat sich zuletzt eine spektakuläre GM-Norm sichern können und ist definitiv auf bestem Wege zum GM-Titel neben Maria Saals IM Robert Kreisl.

Friedrich Knapps Parole für seine nominierte Spielsechs aus der Herzogstadt St. Veit ist klar, bereits in den ersten drei Konfrontationen gegen Salzburg (SIR GLATZ), Union Ansfelden und SK Absam sollen drei Siege her, „damit wäre die halbe Miete für den Weiterverbleib vorzeitig bezahlt“. Tag zwei wird aus Kärntner Sicht richtig spannend mit dem Derbyhöhepunkt von Maria Saal mit Feffernitz. Praktisch zu Fünft, denn die Einserpaarung Lenic mit Ragger wird wohl erneut außen vorgehen mit seinem programmierten Remis. Wolfsberg trifft noch auf Salzburg und Ansfelden; Feffernitz nimmt sich vielleicht SK Advisery Investment Baden zur Brust.  

Als Fixabsteiger muss man wohl Tschaturanga aus Wien heranziehen mit seinem „jugendlichen Draufgänger und Helden“ Siegfried Baumegger. Der nationale Nachwuchstrainer gibt sein Debüt am ersten Spielbrett „Eichhorn’scher Zeitrechnung“. Derweil ist der 41-jährige IM selbstverständlich immer für Überraschungen gut und seine Fans (auch ich) halten ihm fest die Daumen. In diesem Sinne allen zwölf Bundesligisten einen erfolgreichen Saisonstart und mögen die „SOUVERÄNSTEN“ am Ende die Nase vorn haben. 

Frauenbundesliga-Auftakt

Einmal mehr ist die Frauenbundesliga mit an Bord mit zehn Teams und den  schlagkräftigsten heimischen Amazonen. Was mich besonders freut, denn rund um ihre Initiatorin WMK Andrea Schmidbauer steht den besten Damen und Nachwuchsspielerinnen Österreichs eine motivierende und zustehende Plattform zur Verfügung.

Kärntens vielversprechende Aktien sind die ehemalige Staatsmeisterin ÖM Margit Hennings, Schachmatys Rudens Amazonen Hannah Sommer & Maria Krassnitzer, sowie Alfred Hofers Prunkstück Laura Tarmastin. Mit im Kader von SV ASVÖ AUTOHOF St. Veit sind noch Klagenfurters weiblicher „Meisteroldie“ MK Helga Stangl und Rudens dritte Jugendamazone Milena Sommer. Als Aufputz und Maskottchen gibt vielleicht auch St. Veits seltener „Brettgast“ Vanessa Di Vora ein Stelldichein. Meisterfavorit ist wohl ASVÖ Wulkaprodersdorf mit der international routinierten WIM Anna Kopinits und dem punktuell aufzeigendem FM-Duo Veronika Exler und Katharina Newrkla sowie dem regionalen „Sternchen“ Evelyn Rampler.

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