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Mission mit drei Bundesligisten grandios erfüllt Veröffentlicht am: 23.04.2012   Autor: von Alfred Eichhorn

Die unglaubliche Botschaft nach einem der spannendsten Bundesligafinale überhaupt: Alle drei Kärntner Vereine mit SK MPÖ Maria Saal, SV ASVÖ Signum/Siebdruck St. Veit und SV Raika Rapid Feffernitz bleiben erstklassig. Diese Tatsache rund um unsere drei starken Protagonisten ist praktisch einem Meisterstück gleichzusetzen – was es definitiv am Finalort im tirolerischen Jenbach von Donnerstag bis inklusive Sonntag auch war.

Denn der dritte und letzte Abstiegsrang fand seine wahnwitzige Entscheidung mit der Zweitwertung, sprich einzelnen Partiepunkten. Ein Umstand den Feffernitz furios mit einem 4,5:1,5-Sieg über seinen direkten Rivalen Pöchlarn/Mauerbach zu seinen Gunsten entschied und danach den vorletzten Platz mit den Niederösterreichern tauschte.

Für Rettungsplatz neun benötigten Lenic, Sebenik, Okhotnik, Gostisa, und das bärenstarke steirische Duo Diermair sowie Schreiner fremde Hilfe. Und die kam – verdientermaßen auch! Aber nicht von St. Veit, dass gegen ihren überwiegend darum auszumachenden Rivalen Zwettl mit 2:4 unterlag, sondern von den tapferen Fürstenfeldern: die Steirer spielten kompromisslos und katapultierten die bemitleidenswerte Salzburger-Spielsechs SIR nach ihrem 4:2-Sieg auf den letzten und bitteren Abstiegsplatz zehn.

Meistertitel lief ebenso über Partieanzahl

Dieses hochdramatische Existenzringen in der Veranstaltungshalle Jenbach lief ausschließlich zu Beginn des Finaltages über die Anzahl der einzelnen Partiepunkte. Kurioserweise verlagerte sich dieser Tanz auf der Rasierklinge auch auf die nicht minder dramatische Entscheidung um den österreichischen Meistertitel im Team. Und auch dabei hatten zwei Kärntner Vereine massiv ihre Finger im Spiel: Nämlich Maria Saal, dass zunächst auf sein eigenes Wohl schaute und danach den zweifachen Serienmeister Jenbach mit einem grandiosen 4:2-Sieg die eigene Siegesparty arg vermasselte. Achtung – für die Tiroler war das der erste Verlust im 35. Spiel!

Und im Rückblick auf die Auftaktshow am Donnerstag halfen die St. Veiter mit ihrem sensationellen 3:3-Remis gegen Jenbach, dank dem Duo Mario Kuess (GM Bönsch besiegt) und IM Franz Hölzl, auch dem neuen Meister Baden (3:3 gegen Wulkaprodersdorf) zu dessen Ehren gestern Sonntag. Am Rande zu diesem wunderschönen Tag für das Kärntner Schach sei vielleicht das „taktische“ 3:3 im Derby von Maria Saal mit Feffernitz erwähnt.

Damit verblieben beide im Rennen um eine neue Saison und Maria Saal katapultierte sich sogar noch auf den starken Endrang fünf. Und auch ihr Topmann GM Markus Ragger fand einen versöhnlichen Ausklang, nach einer für ihn nicht leichten Saison (5,5/11) mit einem schönen Revanche-Sieg über den besten Einserspieler im Feld, GM Volokitin. Immerhin (!) wurde „Super-Markus“ damit noch dritter der Einserkategorie.

Herausragend bei den St. Veitern war das kroatische Langzeitinventar GM Davor Rogic. Der wohl im weltweiten Top-15-Bereich angesiedelte Amateurspieler wurde mit seinen 7/9-Zählern bester Akteur auf Brett drei. Und auch das Comeback von IM Jurkovic war mehr als eine „Reise“ wert. Ein Kuriosum sei auch noch erwähnt. „Lissy“ Pätz, deutsche WGM, spielte zwei Partien und erledigte auf sehenswerte Weise zwei 2600er-Schwergewichte. Darunter – leider auch Ragger, der seinen Anzugsvorteil zur Gänze gegen sie über Bord warf. Und Hohenems zeigte sich amikal mit einem 3:3 gegen die Spielgemeinschaft Kufstein/Wörgl. Die ergatterte ihren ersten Punkt!

Auswirkung und Vorschau:

Mit diesem Samstag und Sonntag läuft die Mission weiter mit der schwierigen Aufgabe den Bestand von sieben Kärntner Bundesligisten aufrechtzuerhalten. Es winkt das großartige Finale der 2. Bundesliga-Mitte. Mittendrin die Klagenfurt(er), der neue Ligameister, und  Maria Saal. Verlaufsbedingt entscheidet sich dort das Abstiegsprozedere der regionalen Liga & Unterliga. Im Idealfall könnten sich Feffernitz, Ruden, Finkenstein, Lienz und beim Rückzieher dieser sogar Admira Villach auf ein neues Bundesliga-Gastspiel als top-platzierter Aufstiegsberechtigter freuen. Hui, so spannend war’s im letzten Jahrzehnt noch nie!
 
1. Bundesliga, Endstand: 1. Baden 18, (45,5), 2. Jenbach 18, (43), 3. Wulkaprodersdorf 13, 4. Fürstenfeld 12, (34), 5.Maria Saal 12, (33), 6.Hohenems 11, (35), 7. Zwettl 11,  (31), 8. St. Veit 10, 9. Feffernitz  9, (33), 10. SIR 9, (30), 11. Pöchlarn/Mauerbach 8, 12. Kufstein/Wörgl 1.

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