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Die Brettriesen Maria Saal & Admira Villach sind neue Meister Veröffentlicht am: 26.04.2010   Autor: von Alfred Eichhorn

Was ohnehin schon feststand, ist jetzt in den beiden Abschlusstabellen der Liga & Unterliga amtlich: Die Denksportachter Maria Saal und Admira Villach diktierten in ihren beiden Prestigeklassen über weite Strecken das Geschehen. Die Domacht hat gerade mal zwei 4:4-Remis im Finish mit Finkenstein und Feistritz Paternion zugelassen, die Admira kam zwar gegen Maria Saal (!) empfindlich unter die Räder, verteidigte aber ihren Nr.1-Status mit einem 4,5:3,5-Sieg über Absteiger Moosburg und diente zudem als perfekter Gastgeber der gemeinsamen Finalrunde.

Die Dramatik an der Spitze hielt sich am Finaltag in beiden Klassen zwar in Grenzen, die Spannung war prinzipiell auf die hinteren Regionen mit unterschiedlicher Stärke ausgelagert.

Abstiegsduell SSZ mit Feistritz P.

Vor allem in der Liga gab’s noch den zerrenden Existenzstress für die beiden engen Rivalen Feistritz Paternion und SSZ/Magistrat Klagenfurt. Die Kombination SSZ/Magistrat tat was sie tun musste, nahm sich ihren Mitabsteiger Gabor/HSV Spittal souverän mit 5,5:2,5 zur Brust. Die Raschun/Lukan-Truppe musste aber auch miterleben, wie Gegner Feistritz Paternion im Duell mit Maria Saal vom Umstand profitierte, dass Leader Maria Saal eben bloß mehr 4-Zähler fehlten zum endgültigen Titelspaß. Dieser 4:4-Endstand ließ daher auch nicht allzu lange auf sich warten! Nicht zuletzt scheiterte SSZ am Jugendbrett, weil keine Alternative mehr für Oitzl zur Verfügung stand. Hingegen feierten beim Rivalen Feistritz P. gleich mehrere Kids aus der eigenen, so erfolgreichen Kaderschmiede ein beachtliches Klassendebüt.

Vize Klagenfurter und Maria Saal

Aber auch die beiden Vizemeister „Klagenfurter“ in der Kärntner Liga (3,5:4,5-Verlust PSV/Post) und Maria Saal in der Unterliga, sorgten mit ihren aufgebotenen „Denksport-Achtern“ für einen doch sehr spannenden und unterhaltsamen Verlauf.
Zudem sicherte sich Bad Eisenkappel den zweiten Aufstiegsplatz nach Maria Saal in der Unterliga, doch damit könnte es ihnen dämmern, dass es mit dieser Aufstellung keinen „Spaziergang“ in der Liga geben wird. Daher sei die Frage prinzipiell erlaubt, welche Überraschung zaubert Leitfigur Justin Polansek aus dem Hut? Winkt dem Praznik-Duo nun doch eine Rückkehr, zumal Suetschach (2,5:5,5-Verlust gegen Schachfreunde !) vielleicht doch nach dem verpassten Aufstieg künftig kleinere Brötchen backen will? Das letzte Treppchen in der Kärntner Liga sicherten sich St. Veit (5,5:2,5 gegen Finkenstein) im Duell mit dem Überraschungsteam Feffernitz (3:5-Verlust gegen Lienz!).

Moosburg weint um Klasse

Im Abstiegsduell retteten sich die Klagenfurter (2,5:5,5-Verlust gegen Hermagor) und Finkenstein gegenüber den Moosburgern, die doch überraschend diesmal (?) von ihrem Lieblingsterrain Unterliga weichen müssen. Auch hier mangelte es am Jugendbrett, freilich produzierten Wiesbeck, Sandner & Co. zudem einen chronischen Antilauf mit für sie neuer Dimension – trotz eines starken Christian Erharter im Gepäck!

Raiffeisen/Feistritz P. trauern auch

Die beiden weiteren Absteiger Feistritz Paternion (4,5:3,5-Verlust gegen Finkenstein) und Raiffeisen Klagenfurt müssen von Beginn an dem übrigen Feld in ihren Bezirksligen zeigen, wer der Herr ist! Leicht umsetzbar für die Leitfiguren Gert Schippel & Walter Koch, aber wohl auch nicht minder für die immer stärker werdende Jugendtruppe von Feistritz Paternion.

Statistik zum Abschluss

Der ehemalige Jugendstaatsmeister und mehrmalige –Landesmeister Sascha Reschun verteidigte gegenüber seinem hartnäckigsten Herausforderer Stefan Steiner Rang-1 in der Scorerliste. Beide Brettartisten schafften es bravourös zu 9/11-Zählern. Nur knapp dahinter platzierte sich mit dem Kühnsdorfer David Wertjanz, der es auf beachtliche 8/11 brachte, der erfolgreichste Topjugendliche – herzliche Gratulation an den bereits 3-fachen Staatsmeister und erst 15-Jährigen! Ihm auf den Spuren war Robert Rieger mit seinen 8/9, auch dem jungen Lienzer darf man zum rasanten Aufstieg gratulieren, denn er wird damit sein Debüt bei einem Bundesligaverein demnächst feiern! Das was das Paket Raschun/Steiner in der Liga ist, das ist der 27-jährige Alexander Kisselöv (Verein Hermagor) in der Unterliga alleine: Topscorer mit seinen 10 Punkten aus 10 Spielen – Respekt!! Rang 2 und 3 sichern sich die Jugendspieler Richard Taupe (Finkenstein, 8,5) und Christian Helmreich (Eisenkappel, 8)

Endstand und Topscorer

1. Maria Saal: Sascha Reschun 9/11; 2. Klagenfurter: Stefan Steiner 9/11; 3. St. Veit: Patrick Di Vora 7/11; 4. Feffernitz: Günther Oberberger 7,5/11; 5. Ruden: Hermann Tomitz, Vladimir Zivanovic je 7; 6. PSV Klagenfurt: Norbert Langhold, Hans Turian, je 5,5; 7. Lienz: Robert Rieger 8/9; 8. Wolfsberg: Gerald Waldmann 7/10; 9. Finkenstein: Vojko Mencinger 6/11; 10. Feistritz P.: Vesna Rozic 5/9; 11. SSZ/Magistrat: Blaz Kosmac, Alexander Seebacher, je 5,5; 12. HSV/Spittal: Stefan Scheiber 5/10!

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