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St. Veit muss Ligaplatz räumen Veröffentlicht am: 08.04.2019   Autor: von Alfred Eichhorn

Die gemeinsame Finalkür in der Kärntner Liga bei Gastgeber Admira Villach war leider vom knapp zuvor letzten Abschied von Österreichs bester Schachspielerin WGM, IM Eva Moser überschattet.

Ligafinale 2019

Die 36-Jährige bleibt nicht nur als bemerkenswerter Mensch, sondern auch als bis dato Österreichs beste Schachamazone dauerhaft in Erinnerung. Im Rahmen einer Erinnerung mit Trauerminute rief Frauenreferentin, Vizepräsidentin WMK Helga Stangl noch einmal ein paar ihrer außergewöhnlichsten Leistungen in Erinnerung. Eva hat österreichische Schachgeschichte geschrieben und ist ein Vorbild für alle jungen Talente – nicht nur am Schachbrett, sondern weit darüber hinaus wie ich ergänzend meine.

Der finale Ablauf selbst war bloß auf die individuelle Ebene ausgelagert, beide relevanten Entscheidungen waren einmal ganz oder quasi unmittelbar gefallen. Die Schachfreunde Villach verlassen die Liga; das teilen sie – nach formalem (?!) 4:4 gegen Schachmaty Ruden im Übrigen auch mit dem neuen Meister SV Aspernig Transporte St. Veit. Die „Brescak-Truppe“ wird künftig Kärntens einziger Vertreter in der Bundesliga-Mitte sein und verpasst als Unterliga-Ost-Dritter zumindest eine Saison. SK Dolomitbank Lienz hat mit Julian Maresic den Topscorer in seinen Reihen und schlägt als Draufgabe im Topspiel Admira Villach mit 5:3. Das i-Tüpfelchen mit verp®asstem Meistertitel hat der Dolomitenkader mit Boss Georg Weiler knapp nicht geschafft, aber dennoch eine Bilanz mit Vorzeigewert. Gewiss hadern darf Askö Esv Admira Villach – aber wie ich meine – mehr mit sich – als dem Verband nach wohl gerechtfertigter Abnahme von zwei Punkten. Danach ist die Dominanz etwas aus dem Ruder gelaufen, ändert aber nichts am Empfinden als stärkstes Team diesmal zwei andere außen vorgelassen zu haben. Aber es kommt auch wieder anders – deshalb Kopf hoch. Als Bonus an die Funktionäre – ihr seid mit eurer Jugendarbeit auf einem tollen Weg – und somit Vorzeigeverein – trotz Alterssturheit – allemal eine Sektion für jede Auslage landesweit.

Das Maria-Saal-FM-Duo Johann Ertl & Daniel Hartl holen vorne gegen Askö Finkenstein 1,5 Punkte; doch das Teamkollektiv dahinter versagt spektakulär zur Gänze. Eh klar, Abstieg ging nicht, aber absteigen schon in puncto Performance. Also, treten Sie in die Schachpedale, Herr Solo-Funktionär aus Maria Saal. Nicht ganz so ernst nehmen, bitte! Manchmal ist es halt besser einen Schnitt zu machen, um das Ganze zu bewahren. Dennoch kann man sich die Bundesliga-Mitte ohne Maria Saal schwer vorstellen und Ähnliches gilt auch für SC Die Klagenfurter um Obfrau Helga Stangl. Michael Scheiber & Fritz Köstenbauer führten SGS Spittal zu einem 5:3-Prestigesieg über Magistrat Klagenfurt. Letztere verweisen aber auf eine „Luxussaison“, knackten mehr Individualnüsse als im Vorfeld wohl auch von Boss Gerhard Raschun angenommen. Und die Schachfreunde Villach versüßten sich ihren Abschied mit einem 4:4-Achtungsremis gegen Wolfsberg. Mit auf dem Weg: geht und kommt rasch wieder – aber mit jugendlichem Beiwerk! Und last but not least lotete SC Die Klagenfurter das künftige Potenzial  aus – nach einem 5:3 gegen Feffernitz mit „Schaufenster“ FM-Trio Petschar, Genser und Titz!

Tschüss sage auch ich, es war eine aufregende Zeit mit kurzer Andockung im Verband und schon sehr speziellem Pendelausschlag in der Liga. Eigenwertung ganz der Marketingzeitmasche geschuldet fällt daher wenig überraschend so aus: Fünf von fünf Sternen, denn er zeigte sich häufig bemüht, ging dabei vergleichsweise selten fremd, verbündete sich überirdisch oft mit dem attraktiven Fehlerteufelchen und brachte die zwei – heute im Bezug Schachberichterstattung enttäuschenden Tageszeitungen – mitunter sogar in einer unter. Denn wie man jetzt sieht – man/frau kann schneller den König in der Blitzphase umlegen als dass der Eishockey-Puck den Weg ins Tor findet. Doch der Prophet im Randsport Schach dankt jetzt ab, freilich nicht ohne sich ausdrücklich bei zwei Personen für die jahrelange Unterstützung (Duldung) zu bedanken. Nämlich – wenig überraschend bei Langzeitpräsident Fritz Knapp (Gratulation zudem zu einer tollen Saisonbilanz für Asvö St. Veit) und eben bei Co. Franz Kraßnitzer. Dank auch an meine „Fangemeinde“ für die Unterstützung und fast immer praktizierte Hintanhaltung in puncto Kritik. Ganz unserem Motto eben mit: Gemeinsam sind wir stark …

Ach ja: Herzliche Gratulation an Meister Feffernitz, Co. Maria Saal und Viertem St. Veit zu einer tollen Präsenz in der 1. Bundesliga. Was steht aus? Cup, Cup …

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